Es war eine anstrengende Zeit, in der Termine von Handwerkern nicht eingehalten, Materialien nicht rechtzeitig geliefert und die eigene Belastungsgrenze doch hin und wieder überschritten wurde.

Doch nun ist alles vergessen…

Das Haus ist wirklich gelungen und keine Kopie des ersten Hauses geworden. Es ist ein völlig anderer Stil, der aus unserer Sicht recht hübsch anzusehen ist.

Fangen wir mal mit den Beschreibungen an:

Der Garten war unser Sorgenkind, das erst später angepackt werden sollte, da wir erst innen alles fertig haben wollten. Doch durch zufällige Hinweise und zwei tollen Handwerkern wurde ganz schnell aus dem hässlichen braun ein richtig schöner Garten mit Rollrasen und zwei schönen Hecken. Nachdem eine riesige Fräse alle Baumstämme zerstört hatte, wurden zwei unserer Bäume gefällt, der Boden gefräst und im Anschluss egalisiert. Zu guter letzt kam noch der Rollrasen darauf.

Durch unseren umtriebigen Verwalter mit seinem Schwiegervater wurde rasch die Gartenhütte aufgebaut und wider Erwarten noch die neue Terrasse verlegt. Wir hätten anfangs nicht gedacht, dass wir zur Fertigstellung ein so schönes Grundstück vorweisen können – wir sind selbst absolut begeistert davon. Das Lob gehört dazu zwei richtig netten Handwerkern aus der Umgebung, die schnell und unkompliziert diese Arbeiten verrichtet haben – und natürlich unseren Verwaltern, die unzählige Arbeiten durchgeführt und uns immer wieder mit Rat und Tat zur Seite standen. Ohne sie hätte das Vorhaben zeitlich nicht fertiggestellt werden können.

Im Erdgeschoss wurde der gesamte Estrich abgetragen. Der Handwerker erklärte, dass der Estrich eine besondere Härte hatte, für die er Spezialwerkzeug leihen musste, um ihn überhaupt brechen zu können – dementsprechend war natürlich die Lärmentwicklung. Unsere direkten Nachbarn sind unglaublich nachsichtig mit uns gewesen, wofür wir uns auch auf diesem Wege noch einmal herzlichen bedanken wollen. Hiernach kam die neue Fußbodenheizung und der Estrich wurde wieder aufgebracht. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass für einen Zentimeter Estrich eine Woche die Feuchtigkeit entweichen muss – insgesamt waren es 7 cm aber nur noch 4 Wochen Zeit. Dadurch bildete sich in den Wänden Feuchtigkeit, die nur langsam abzog. Hierbei kam uns jedoch das Wetter zu Gute, das durch die enorme Hitze die Feuchtigkeit verschwinden ließ. Großes Durchatmen war angesagt…

Auch der niederländische Küchenbauer hat unsere Nervengrenze ausgelotet. Die Küche wurde aufgebaut und war mit einer Vielzahl von Mängeln behaftet, die der deutsche Lieferant durch lange Lieferzeiten zusätzlich verlängerte. Die letzte Hand wurde 6 Tage nach Einzug der ersten Gastfamilie angelegt. Gottseidank waren die Gäste hierbei sehr verständnisvoll und so konnte am Tag vor Ihrer Abreise die Rückwand über der Arbeitsplatte noch angebracht werden. Die Vielzahl von kleineren Ärgernissen zählen wir erst gar nicht auf – allein im Hinblick auf das Gesamtergebnis, das sich wahrlich sehen lassen kann. Badezimmer und Küche sind richtig schön geworden. Die Möbel im Ess- und Wohnbereich sind stimmig und der 65″-Fernseher wirkt nicht einmal überdimensioniert, was meine Mutter doch anfangs anders sah.

Da unser erstes Haus im Obergeschoss räumlich doch beschränkt ist, wollten wir unbedingt eine Dachgaube über die gesamte Breite des zweiten Hauses platzieren lassen. Wir fanden einen hervorragenden Handwerker, der sich dieser Sache dann auch annahm und gleich die neue Terrassenüberdachung im ersten Ferienhaus mit plant. Es ist für einen Laien unglaublich zu sehen, wie schnell Handwerker arbeiten können. Die vorgefertigte Dachgaube wurde angeliefert und zwei Dachdecker öffneten das Dach auf einer Länge von acht Metern und einer Höhe von ca. 1,5 m innerhalb einer(!) Stunde. Es war richtig beeindruckend, diesen Profis zuzusehen. Was aber nicht so ausführlich besprochen wurde, war der Aus- und Umbau danach. Hierbei zeigte sich dann, dass wenn man bei einem derartigen Projekt nicht immer vor Ort sein kann, wie sich dann Schwierigkeiten auftürmen können. Neben dem Ausbau der Dachgaube sollten sich auch Elektriker, Verputzer, Installateur und unser Verwalter absprechen, wann welche Arbeiten verrichtet werden sollten. Das klappte nur bedingt und so zogen sich auch diese Arbeiten unnötig in die Länge, was uns richtig unter Druck setzte. Aber letztendlich klappte es kurz vor der ersten Vermietung mit der Fertigstellung und nun sind alle Sorgen auch wieder vergessen (jedenfalls sagt man das hinterher so).

Das Eltern-Schlafzimmer ist durch die Dachgaube und der Tatsache, dass dieses Haus insgesamt 1,2 m länger als die anderen, unglaublich großzügig. Der Schlafzimmerschrank mit den Schiebetüren wirkt nicht zu groß und das 1,8m-Doppelbett passt sich mit den Nachttischen ebenfalls gut ein. Die Babyecke macht das Zimmer komplett. Wenn man im Sommer in diesem Bett liegt, kann man sich in der aufgehenden Sonne wirklich bräunen – so warm wird es, wenn man die Plissès nicht herunterzieht. Wir haben in jedem Zimmer ein extra Mückennetz einbauen lassen, sodass man auch nachts immer ein Fenster offenstehen lassen kann. Der Weitblick aus diesem Zimmer ist wirklich einmalig – man hat das Gefühl, man schaut auf ein gemaltes Landschaftsbild.

Das erste Schlafzimmer hat zwei Einzelbetten mit elektrischem Lattenrost bekommen, da hier auch der zweite Fernseher (43″-UHD) steht. Zusätzlich hat das Zimmer ein separates Dachfenster mit Außenrollo und Mückengitter erhalten.

Das zweite Schlafzimmer hat ein 1,6m-Doppelbett erhalten. Wir haben uns von der Dachgaube eigentlich versprochen, dass das Zimmer größer wird, um es ebenfalls in Richtung aufgehender Sonne stellen zu können. Doch leider hat es das entsprechende Maß nicht erreicht, so dass wir es quer stellen mussten. Dennoch ist es mit dem Kleiderschrank ein, wie wir finden, attraktiver Raum geworden, der ebenfalls mit tollem Ausblick glänzen kann.

Schlussendlich das Gäste-WC, das durch die fehlende Schräge und den weiten Ausblick ebenfalls an Attraktivität gewonnen hat.

Das Fazit:

Ein solches Projekt in sechs Monaten zu realisieren ist nicht gerade ambitioniert. Wenn man jedoch nicht die ganze Zeit selbst dort ist und die Handwerker kontrollieren kann, ist es jedoch überambitioniert. So würden wir es nicht noch einmal machen…

Anderseits ist das Ergebnis für uns einfach sensationell gut. Das Badezimmer mit den tollen Fliesen, der funktionalen Duschwand, dem neuen Fenster und der wohltuenden Regendusche ist das für uns gelungenste Teilprojekt. Die Küche mit dem farblichen Kontrast fügt sich toll in das Erdgeschoss ein und die ausgesuchten Möbel passen für uns hervorragend in das Gesamtbild.

Die Krönung ist jedoch die Dachgaube, die einen fantastischen Ausblick auf das freie Feld bis nach Schagen preis gibt. So kann man den Urlaubstag beginnen und ausklingen lassen…

Wir hoffen, dass unsere Gäste unsere Bewertung nicht großartig anders empfinden und es Ihnen genauso gut in unserem Haus gefällt. Die ersten Stimmen lassen Gutes hoffen…

In diesem Sinne wünschen wir all’ unseren Gästen ein herzliches Willkommen und genießen Sie Ruhe und Weitblick in unserem neuen Haus…

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